Pflanze des Monats: Die Christrose - Gärtnerei Angeloff

Pflanze des Monats: Die Christrose

lat. Helleborus

Zu einem echten Weihnachtsklassiker hat sich in den letzten Jahren die Christrose, auch Schneerose genannt, entwickelt. Im Advent hat sie Hochsaison und schmückt nicht nur die festliche Tafel, sondern macht sich auch gut in winterlichen Pflanzenarrangements rund ums Haus – und das noch lange nach Weihnachten. Sie vermag es, der Kälte zu trotzen und verwöhnt uns während der Winterzeit mit eleganten, weißen Blüten. In freier Natur kommt die Schneerose in den östlichen Alpen vor. Allerdings ist sie nur noch selten zu finden, sodass die Christrose inzwischen zu den gefährdeten Pflanzenarten Österreichs gehört. Als Züchter leistet die Gärtnerei Angeloff einen wertvollen Beitrag zum Fortbestand, und Schneerosen erfreuen weiterhin die Besitzer heimischer Gärten.

AUFZUCHT

Die botanisch Helleborus wird in der Gärtnerei Angeloff bereits Ende Mai gesetzt und hier den ganzen Sommer und Herbst über gehegt und gepflegt. In die Aufzucht der Helleborus-Sorten fließen spezielles Fachwissen, Geduld und Können. Der hohe Aufwand der Spezial-Kultur lohnt sich besonders hinsichtlich der ausgezeichneten Blüten- und Wuchseigenschaften, so wird man mit besonders ausdrucksvollen Blüten und schönem, dichtem Laub belohnt.

STANDORT UND PFLEGE

Die Christrose ist in ihrer Pflege sehr anspruchslos. Voraussetzung jedoch ist der richtige Standort. Alle Helleborus-Arten sind ausgesprochen langlebig und können Jahrzehnte alt werden, ohne dass sie umgesetzt werden müssen. Am richtigen Platz werden sie sogar Jahr für Jahr schöner. Die Stauden lieben es im Halbschatten oder Schatten von Bäumen und Sträuchern zu wachsen. Anspruchsvoll ist sie lediglich hinsichtlich der Erde. Benötigt wird ein kalkhaltiger und durchlässiger Boden. Helleborus sind empfindlich gegen Staunässe, halten aber im Winter und zur Blütezeit im Frühjahr reichlich Feuchtigkeit aus. Eine Trockenperiode im Sommer macht ihr jedoch nicht zu schaffen. Auf Wurzelverletzungen reagiert die Christrose, die ein flaches Wurzelsystem besitzt, sehr empfindlich. Sie bevorzugen daher einen Standort, an denen sie nicht durch Graben oder Hacken gestört wird.

IM GARTEN ODER ALS TOPFSCHMUCK

Die Christrose erstrahlt gerade im Winter mit ihren großen, weißen Blüten in ihrer ganzen Pracht. Sie ist immergrün, mehrjährig und blüht wundervoll im winterlichen Garten. Ihre Blütenpracht trotzt der Schneedecke und macht sie zum beliebten Winterblüher. Auch als Topfpflanze ist die Christrose sehr beliebt. Sie mag kühle Temperaturen – wie in einem kühlen Schlafzimmer oder Wintergarten. Helleborus sollten jedoch nicht allzu lange in der trockenen Zimmerluft verbleiben, wenn sie noch ausgepflanzt und im Garten weiterwachsen sollen. Wenn sie verblüht ist, ist der beste Zeitpunkt für eine Umsiedlung in den Garten. Vorher sollte man sie jedoch noch von der Zimmertemperatur an die Kälte gewöhnen, in dem man die Christrose einfach ein paar Tage im Topf ins Freie stellt.

VERWENDUNG

Aufgrund ihres kompakten Wuchses und der langen Blütezeit eignet sich Helleborus ideal für die Grabbepflanzung. Die Christrose kann sowohl direkt auf das Grab gesetzt als auch dekorativ mit anderen Stauden oder Gräsern in einer Schale arrangiert werden. Ihre Verwendung in der Pflanzenheilkunde und als Schnupftabak lassen sie auf eine lange Tradition zurückblicken. Wegen der giftigen Inhaltsstoffe wurden verschiedene Arten schon im klassischen Altertum als Arzneipflanzen genutzt. Ihre Wirkung wurde unter anderem als chemische Waffe in der Antike eingesetzt. Belagernde Feinde erhielten Trinkwasser, in dem vorher die Wurzeln extrahiert wurden, was zu durchfallartigen Erkrankungen führte.

Haben Sie noch Fragen zur Helleborus? Wir beraten Sie gerne vor Ort und bringen Ihnen die Eigenschaften der einzelnen Sorten näher. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Zeit und freuen uns, Sie das nächste Mal in der Gärtnerei begrüßen zu dürfen!

2018-12-07T08:17:37+00:00